ESG = Nachhaltig?

Was heißt das überhaupt und warum ist es bei der verantwortungsbewußten Geldanlage relevant? 

Das Thema ESG ist in aller Munde. Doch was bedeutet es konkret für eine Anlageentscheidung? Und kann man es wirklich objektiv bewerten? Um dabei auch wissenschaftlich präzise Ableitungen treffen zu können, pflegen wir einen aktiven Austausch auch mit der namhaften Universität Salzburg, die sich intensiv mit dieser Thematik befasst.

Dozent und ehem. wissenschatlicher Mitarbeiter und Doktorand
am Lehrstuhl für Finanzmathematik an der Universität in Salzburg

Matthias Bernhardt, CFA

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Environment Social Governance

Unterschiedliche Themenbereiche - allesamt im Fokus. Transparenz soll einem übergeorneten Ziel dienen:
Der Nachhaltigkeit!

Die Politik versucht einheitliche Standards zu schaffen – bspw. mit dem im Dezember 2019 verabschiedeten Klassifikationssystem (Taxonomie-Verordnung), welche Wirtschaftstätigkeiten tatsächlich als nachhaltig anzusehen sind. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt dadurch zwangsläufig auch bei institutionellen Investmentprozessen enorme Tragweite. Denn dadurch wurde eine ESG-Compliance etabliert, mit der die maßgeblichen Begrifflichkeiten verbindlich benannt werden.  Das sogenannte Greenwashing, also mit dem grünen Etikett werben, obwohl keine Umweltleistung erbracht wird, kann damit verhindert werden. Und der Zeitplan sieht weiter vor, dass ab 10. März 2021 die betroffenen Finanzmarktteilnehmer ihren Umgang mit ESG-Themen offenlegen und darüber informieren müssen. Diese Offenlegungspflicht bedeutet für die Finanzdienstleister und Anleger gleichermaßen eine große Herausforderung.

Welche Bereiche beschreibt ESG eigentlich genau?

E – Klimawandel, Umweltverschmutzung & Umweltschutz, Abfall
S – Sicherheit am Arbeitsplatz, Diskriminierung & Diversity, Menschenrechte
G – Korruption, Steuergebaren, Wettbewerbsverhalten, Wirtschaftsethik

Verantwortungsbewusstes Investieren im ESG-Dreiklang

Environment
Governance

ESG

ESG faktorbasiertes Investieren

Der ESG-Faktor misst, in welcher Position sich ein Unternehmen in Bezug auf ökologische, soziale und Governance-Gesichtspunkte befindet. Da dieser Faktor aber mehr darauf achtet, wie ein Unternehmen arbeitet, als darauf, was es tut, könnten bestimmte Unternehmen, deren Werte nicht zu den Anlegerzielen passen bei diesem Ansatz unberührt verbleiben.

Ausschlussbasiertes Investieren

Dabei werden bestimmte Branchen und Unternehmen grundsätzlich aus dem verfügbaren Investitionsspektrum entfernt, da diese im Widerspruch zu den verfolgten Zielen und Werten des Anlegers stehen.

Wirkungsorientiertes Investieren

Das sind Investitionen in Unternehmen, die neben einer finanziellen Rendite, auch messbare, positive Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft erzielen. Die Auswahl erfolgt also nach erwünschter Erfüllung bestimmter, ausgewählter ESG-Faktoren.

Nachhaltige MFI Investmentlösungen

Besondere Vorgaben und Anlagerichtlinien bestimmen oftmals den Investmentprozess. Insbesondere beim Thema ESG. Auf Wunsch definieren wir gemeinsam mit Ihnen Ihre individuelle Unternehmensethik und unterbreiten Ihnen einen ESG-konformen Anlagevorschlag für Ihre Ausschreibung.